Erst-Trimester-Screening (Nackentransparenz)

Erst-Trimester-Screening
(inklusive Nackentransparenzmessung)

ZEITPUNKT: 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswochen (günstigster Zeitpunkt 12+1 bis 12+6 SSW)

Dies ist eine kombinierte Methode aus einer ausführlichen Ultraschall-Untersuchung und einer Blutentnahme bei der werdenden Mutter. Insbesondere der Nackenbereich, die sogenannte Nackentransparenz des Fötus, wird untersucht. Zusätzlich wird aus dem mütterlichen Blut die Konzentration bestimmter Hormone (PAPP-A und freies beta-HCG) untersucht.

Aus dem mütterlichen Alter, der Nackentransparenzdicke und den Blutwerten lässt sich ein statistisches Risiko vor allem für das Down-Syndrom (Trisomie 21) berechnen. Ggf. werden weitere sonografische Marker wie Nasenbein, Trikuspidalklappe und der Fluss im Ductus venoses berücksichtigt.

Neben der Abschätzung des chromosomalen Risikos erlaubt das Erst-Trimester-Screening auch eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeit für zwei Schwangerschaftskomplikationen. Da bei dieser Untersuchung auch die Blutgefäße, die die Gebärmutter versorgen, untersucht werden und zudem der mütterliche Blutdruck bestimmt wird, ist eine Risikoabschätzung für eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) und für eine fetale Wachstumsrestriktion im weiteren Schwangerschaftsverlauf möglich.

Das Ergebnis der Untersuchung liegt uns nach wenigen Tagen vor und wird Ihnen sowie – nach Ihrer ausdrücklichen Ermächtigung – Ihrer Frauenärztin, bzw. Ihrem Frauenarzt schriftlich mitgeteilt.

Der Test beinhaltet kein Risiko für Ihr werdendes Kind oder Sie. Es handelt sich allerdings nur um eine statistische Risikoberechnung, die im Einzelfall von eingeschränkter Bedeutung ist.

Das Testergebnis sagt nicht aus, ob Ihr Kind betroffen ist, oder nicht. Die Erkennungsrate für ein Down-Syndrom wird mit 95-96% angegeben.

Obwohl der Test keine definitive Aussage über das werdende Kind zulässt, kann das Risiko für das Vorliegen einer Chromosomenstörung eingeschätzt werden, was evtl. die Entscheidung für oder gegen weitere invasive Diagnostik erleichtert.

KOSTENTRÄGER: sind Sie selbst, da der Test als rein statistisch Methode nicht von der gesetzlichen Krankenkasse anerkannt wird.